Oddo Huesped: Nimm dem Jakobsweg seine Scheinheiligkeit!

Wer hat nicht schon `mal was vom vielgerühmten Jakobsweg gehört vor allem dann, wenn Promis etwas über ihre Wanderschaft auf diesem doch sehr sonderbaren Weg veröffentlichen. Nach solchen Publikationen machen sich unzählige auf den Weg, meistens nur aus dem einen Grund, um in bzw. gefragt zu sein, womöglich auch um bestaunt und vielleicht sogar bewundert zu werden. Dass die Jakobspilgerschar nach solchen Veröffentlichungen sprunghaft ansteigt, ist statistisch nachgewiesen. Jedoch wäre es zu simpel und sicherlich auch verkehrt, alle Jakobspilger unter einen Hut zu kehren. Nur, was kann die anderen bewogen haben, sich der Strapaze einer solch langen Wanderschaft auszusetzen und was kann denn schon dieser Jakobsweg den Menschen bescheren, was nicht andere Fernwanderrouten auch vermögen? Denn Wanderrouten gibt`s doch wie Sand am Meer?!

Spontan hierauf Antworten zu finden, fällt nicht leicht und wenn, ufern sie ins Bodenlose aus und sorgen mehr für Verwirrung als zur Klarstellung. Dass dieses nicht so sein muss, zeigt sich in der in der Aufmachung zwar bescheidenen, doch nicht gewöhnlichen Homepage: Über mich: Mein Jakobsweg – Ulrich Gast / Schwaigern.

So findet man hierin zwar kurz und bündige, doch schön dargestellte Anregungen zur Beantwortung voriger Fragen nicht nur im Allgemeinen sondern auch im Besonderen ebenso wie zu deren Bedeutung und Ursache. Und was besonders anerkennungswürdig ist, ist der Umstand, dass sich Ulrich Gast nicht die Reflexionen des Pfarrers von Triacastella`s, Herrn Augusto Losa Lopez, über den Jakobsweg als Glaubensweg zu eigen macht, sondern dieses in einem gesonderten Register seiner Homepage wiedergibt. Herrn Lopez Auffassung von einer Jakobspilgerschaft spiegelt – gleichfalls in kurzen Worten – das Allumfassende des Menschseins wieder. Er versucht zu verdeutlichen, dass einem die Wanderlust, das Erholungsbedürfnis, der Reiz auf Neues, der Wunsch auf das Einswerden mit den eigenen Ahnen und der ehernen Jakobspilgerschar, das Bedürfnis nach Kunst, Geschichte und Kultur auf und am Jakobsweg und alles andere einzig im Korrespondieren mit der Suche nach Gott, mit der Suche nach der persönlichen Beziehung zu Gott und Jesus Christus all das näher bringen kann, was den Jakobsweg tatsächlich ausmacht.

Besonders schön ist, dass beide Autoren sich nicht im abstrakt Theoretischen verlieren sondern praxisorientiert Erklärungsversuche präsentieren, die gut nachvollziehbar sind. So verheimlicht Ulrich Gast in seiner Homepage auch nicht, weshalb er sich in der Vorbereitungsphase seiner eigenen Jakobswallfahrt um kirchliche Empfehlungsschreiben bemüht hatte und wie sie formuliert sind. Als besonderes Schmankerl bietet er das ihm ausgestellte, sowohl von römisch-katholischer als auch evangelischer Seite aus gebilligte Empfehlungsschreiben in Deutsch und Spanisch als Muster fürs eigene Pilgern uneigennützig kostenlos an, wie bereits der Internet-Kommentar “Kostenloses Muster eines Empfehlungsschreibens in Deutsch und Spanisch für den Jakobsweg” beweist. Wer also möchte, darf sich dieses Empfehlungsschreiben in Deutsch und Spanisch kostenlos ruhig herunterladen bzw. kopieren.

Zum Schluss noch eine aller letzte Anmerkung:
Dass die Bedeutung des Jakobswegs einst wie heute nicht unbedingt durch ausschweifende Wortwalle mit womöglich noch unzähligen Bildern sondern dass zuweilen auch das Motto: In der Kürze liegt die Würze, mehr über Sinn und Unsinn einer Jakobsfernwanderpilgerschaft dem unbedarften Leser vermitteln kann, beweist die Homepage: Über mich: Mein Jakobsweg – Ulrich Gast / Schwaigern. Eine wirklich nette, sehr persönliche Internetpräsentation des eigenen Jakobsweges mit ansatzweise all dem, was den Jakobsweg so fazinierend macht. Und wer noch mehr über Ulrich Gast`s Pilgerreise wissen will, kann dieses in seinem Pilgerreisetagebuch “Jakobsweg – ein Weg nicht nur für Gscheitles” nachlesen, das überall zu kaufen ist.

Türkische Familien in Deutschland

Wenn man vom Kopftuch bei den Musliminnen redet, ist es so, dass man damit üblicherweise ein Tuch meint, das über den Kopf gelegt wird und unter dem Kinn gebunden wird. Die Haare sind dadurch verdeckt. Darüber hinaus von Musliminnen getragen wird auch der Djilbab, ein Tuch, das als Überwurf über den Kopf getragen wird. Gleichzeitig bedeckt es auch Schultern und Brust. Djilbab übersetzt man auch als „Schleier“, „Überwurf“, oder aber “Schalgewand”.

Es ist im Islam dabei so, dass es keine Einigkeit darüber gibt, in welcher Form sich die Frauen, wenn sie sich in die Öffentlichkeit begeben, verhüllen sollen. Dabei ist es so, dass auch dem Wortlaut des Koran in Sure 24:31 nicht hervorgeht, dass Kopf, bzw. Haare bedeckt sein sollen, und auch Sure 33:59 schafft hier keine Klarheit. Es ist dabei aber so, dass aus den Suren im Islam die allgemeine Pflicht zur Verhüllung abgeleitet wird.

Andere Musliminnen hingegen tragen zwar ein Kopftuch. Mit diesem bedecken sie die Haare, tragen aber ansonsten modische Kleidung. Wieder andere Musliminnen lehnen das Kopftuch ab. Diesen Frauen wird dann zwar nicht der Glaube an sich abgesprochen, aber die Ernsthaftigkeit, mit der die Musliminnen ihren Glauben praktizieren.

In der Türkei ist es dabei so, dass eine Kopfbedeckung nicht vorgeschrieben ist. An Universitäten in der Türkei war das Kopftuch seit 1925 gar verboten, wobei dieses nun durch die Regierung von Ministerpräsident Erdogan revidiert wurde.