Glasmosaik in der Anfertigung

Schon im Altertum war die Technik der Mosaikmalerei als Wandmalerei bekannt. Dabei wurden durch Zusammenfügen von verschiedenfarbigen oder unterschiedlich geformten Teilen große Bilder oder Muster erstellt. Das Wort leitet sich aus dem Arabischen ab und bedeutet in seinem Ursprung „geschmückt“.

Die Technik des Zusammensetzens von verschiedenfarbigen Stücken unterschiedlicher Materialien wie Stein, Metall oder Holz wird als Musivische Technik bezeichnet.

Die ersten bekannten Mosaike fand man in einer Ausführung aus Kieseln. Sie werden ins vorchristliche Jahrhundert datiert und zeigen geometrische Muster.

Diese Kieselmosaiken bestehen aus sorgsam gewählten Kieselsteinen, wobei hauptsächlich Schachbrettmuster in den dominierenden Farben schwarz und weiß angefertigt wurden.

Die erste Blüte erlebte das Mosaik ungefähr 200 Jahre nach der Zeitrechnung, als die Kiesel durch speziell zugeschnittene Steine ersetzt wurden. In dieser Zeit wurden riesige den Fußboden bedeckende Motive geschaffen.

Auch im römischen Reich fanden die Mosaike, jetzt schon als Glasmosaik, eine weite Verbreitung. Fußböden und Wände von Häusern der gehobenen Schichten wurden mit Mosaiken dekoriert, wobei meist geometrische Formen dominierten.

Die Kunst der Mosaike wurde vor allem im Byzantinischen Reich vervollkommnet, bekannte antike Mosaike sind im italienischen Ravenna zu finden.

Auch in Deutschland existieren noch erhaltene Mosaiken, die aus der römischen Besatzerzeit stammen. 1941 wurde bei Schachtarbeiten in Köln das Dionysos-Mosaik gefunden, das wohl bekannteste Mosaik in Deutschland. Über ihm wurde das Römisch-Germanische Museum errichtet.

Heutzutage werden Mosaike meist industriell vorgefertigt und auf Netzen oder Papier ausgeliefert. Diese vorgefertigten Tafeln sind als Glasmosaik, Natursteinmosaik oder Keramikmosaik erhältlich. Ab einer Seitenlänge von weniger als 10 cm werden Flächenplatten als Mosaik bezeichnet, die darüber liegenden Größen werden von Deutschen Institut für Normung als Fliesen bezeichnet. Ab 30 cm soll die Bezeichnung Platten verwendet werden.

Im kunsthandwerklichen Bereich gewinnt das Mosaik für die individuelle Umsetzung von Wandbildern oder Tischplatten wieder zunehmend an Bedeutung. Viele Materialien wie Glas, Keramik, Ton oder Marmor werden verwendet.

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