Fadengrafik als Kunst

Als Fadengrafik wird eine Technik bezeichnet, bei der dünne Fäden auf Papier oder Karton gespannt und zu geometrischen Objekten oder ganzen Bildern zusammengesetzt werden.

Schon im frühen Alter lernt man in Bastelkursen in der Schule oder in fakultativen Arbeitgemeinschaften, wie man ohne Spezialwerkzeug, nur mit Nadel, Faden und sehr viel Geduld ein kleines Kunstwerk selbst herstellen kann.

Als Vorbereitung für die Erstellung einer Fadengrafik kann man sich ein Muster aus vielen schon existierenden Stichvorlagen aussuchen. Dieses Muster wird dann mittels Blaupapier auf das zu verzierende Stück Papier übertragen. Nun werden die verschiedenfarbigen Garne und Fäden bereitgelegt und es kann begonnen werden, die Muster systematisch abzuarbeiten.

Dabei wird ein etwa ein Meter langer Faden am Ende mit einem Knoten versehen, damit der Faden nicht durch das mit der Nadel gestochene Loch rutscht. Die Nadel wird ständig von der Vorderseite auf die Rückseite geführt, so entstehen die geometrischen Muster immer wieder neu. Ist der Faden zu Ende oder soll ein andersfarbiges Garn verwendet werden, muss das Ende des Fadens auf der Rückseite des Motivs fest verknotet werden.

Ist die Fadengrafik fertig gestellt, so wird das Motiv mit der Rückweite auf ein anderes Papier aufgeklebt – so verschwinden die wenig ästhetischen Verknotungen und unansehnlichen Anfängen und es bleibt nur ein graziles Fadengebilde von großer Leichtigkeit und künstlerischem Wert erhalten.

Eine Fadengrafik eignet sich hervorragend zum Basteln von Dekorationskarten und persönlichen Glückwünschen, da man problemlos individuelle Schriftzüge und Muster umsetzen kann.

Mit einem hübschen Passepartout versehen, haben schon viele Kinder ihre Eltern mit einer selbst hergestellten Fadengrafik überrascht.

Großformatige Fadengrafiken kann man bei dem einzusetzenden Arbeitsaufwand und dem benötigten handwerklichen Geschick schon in den Bereich Kunsthandwerk einordnen.

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