Die Veränderung des Kunstbegriffes

Seitdem sich Menschen mit Malerei und der Gestaltung von Skulpturen beschäftigen, wird versucht, den Begriff Kunst zu definieren. Viele namhafte Dichter, Denker, Priester und Philosophen entwickelten ihre eigenen Theorien und Deutungen zu diesem Thema.

Im Wandel der Zeit entwickelten sich nicht nur Techniken und Formen dieser Kunst, auch die Deutungen veränderten sich mit der Art der künstlerischen Objekte.

In seinem berühmten Zitat erklärte Pablo Picasso 1923 zu dieser Thematik: „Kunst heißt dasjenige an Objekten, Ereignissen, Geschehen oder Gestaltungen, das unser sinnlich-geistiges Werterleben erregt. Wir alle wissen, dass Kunst nicht die Wahrheit ist. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die Wahrheit, die wir als Menschen begreifen können.“

Er begreift also die Kunst als ein Fenster, welches den geistigen Horizont der Menschen erweitert und der Monotonie des täglichen Lebens einen Sinnhaftigkeit gibt.

In der heutigen Zeit wird der Oberbegriff Kunst für viele Teilbereiche im Leben genutzt. Nicht nur die bildende Kunst mit Malerei, Plastik und Skulptur, die darstellende Kunst im Schauspiel und Theater sind tragende Säulen. Auch die Tonkunst – also die Musik ist eine wichtige Säule der Kunst.

Mittlerweile wird der Begriff Kunst sogar ins Negative verzerrt. Durch illegale Graffiti-Sprayer, die öffentliche Gebäude mit Schmierereien verschandeln, Aktionskünstler, die mir peinlichem Auftreten in der Öffentlichkeit Aufsehen erregen wollen oder monströse Stahlobjekte bekommt der Begriff des Künstlers eine sehr negative Anhaftung, die auf Dauer der Kunst nur schädlich sein kann. Auch Lebemänner und Schmarotzer, die auf Kosten der öffentlichen Gesellschaft existieren, werden so oft als Künstler bezeichnet und erzeugen so eine unterschwellige Negativität zum Kunstbegriff.

Heutzutage kann sich der Künstler nicht mehr allein durch seine Kunst etablieren, die Vermarktung seiner Leistungen über verschiedene Produkte bedingt letztendlich den Bekanntheitsgrad. Die Schnittstelle dafür bildet das Produktdesign. So können Spielfiguren, die nach den Vorstellungen eines Künstlers angefertigt werden, millionenfach reproduziert werden. Mit dieser Symbiose profitiert der Künstler von der großen Auflage und der Steigerung des Bekanntheitsgrades seines Namens, der Hersteller des Spiels profitiert von der Unverwechselbarkeit und dem Wiedererkennungswert und somit vom Verkaufserfolg seines Spieles.

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