Das Material Holz

Das Material Holz ist ein natürlicher, lebendiger und somit nachwachsender Werkstoff, der sich für die vielfältigsten Einsatzgebiete durch seine Materialeigenschaften und Bearbeitbarkeit hervorragend eignet.

Vor allem als Baustoff wurde Holz in der Vergangenheit genutzt. Die einfachsten Häuser wurden fast komplett aus dem überall in der Welt existierenden Material geschaffen. Erst viel später ging man aufgrund des preiswerteren Steinmaterials dazu über, die Wände aus Steinen zu mauern und nur die Dachunterkonstruktion aus dem stabilen Holz anzufertigen, was auch heute noch bei fast allen Dächern realisiert wird.

Auch im Kunsthandwerk spielt Holz eine wichtige Rolle. Verschiedene Handwerker fertigen die Dekoration, die sie auf ihren Märkten und Veranstaltungen verkaufen und damit ihren Lebensunterhalt sichern ausschließlich aus Holz an. Der Drechsler dreht an der Drechselbank rotationssymmetrische Figuren und Miniaturen, der Holzschnitzer schnitzt am Schnitzbock kunstvolle Gebilde und der Böttcher fertigt in seinem Handwerk wasserdichte Gefäße aus Holz! Durch die Vielfältigkeit des Materials ist das Einsatzgebiet von Holz extrem groß und universell.

In der Kunst entstehen aus Holz eher abstrakte Objekte. Verschnörkeltes Treibholz, gedrehte Wuchsformen oder versteinerte Wurzeln von Sträuchern werden dekorativ veredelt und dienen der Ausschmückung von Räumen und Zimmern in Wohn- und Arbeitsbereichen der Menschen.

Auch im Bootsbau spielt Holz eine wichtige Rolle. Während in früherer Zeit komplette Schiffe, angefangen vom Kajak oder Ruderboot, bis hin zu großen Seglern gefertigt wurden, gewinnt in Zeiten von riesigen Yachten und Kreuzfahrtschiffen das Holz weiter an Bedeutung. Weniger in der Außenkonstruktion, die zumeist in Stahl ausgeführt wird, entdeckt man nun die natürliche Schönheit des Holzes in seiner Maserung wieder und veredelt mit ihm die Aufenthalts- und Wohnräume der Passagiere, es gehört hier zum Standart und Luxus dazu.

Auch Spielfiguren, Streichhölzer, Plätzchenformen, Notenständer, Kleinmöbel und viele andere Dinge werden aus Holz gefertigt – somit ist es wohl der am meisten verwendete Rohstoff in der Welt.

Ihr Bild auf Leinwand gedruckt macht mehr aus Ihren Motiven

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie Sie mehr aus Ihren Fotos machen können, damit ihre schönsten Motive nicht irgendwo verstauben?

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Ein Leinwandbild kann auf Grund der Beschaffenheit der Leinwandoberfläche, eine eindrucksvolle Wirkung in Ihrem Foto erzeugen. Die raue Oberfläche gibt jedem Motiv Struktur und Atmosphäre. Und das ist noch nicht Alles. Der Leinwanddruck hat noch weitere Vorteile. Zunächst zeichnet sich ein Bild auf Leinwand gedruckt durch seine Langlebigkeit aus. Bis zu 75 Jahre bleiben die Farben durch einen qualitativen Leinwanddruck, auch bei Sonneneinstrahlung erhalten. Die hochwertige Künstlerleinwand auf die die Farben aufgebracht werden, wurde speziell zu diesem Zweck optimiert. Damit die Fotoleinwand an die Wand gebracht werden kann wird sie per Hand sorgfältig auf einen Holzkeilrahmen gespannt. Bei größeren Formaten kommen stabilisierende Elemente hinzu. So bleibt der Rahmen des Leinwandbildes in seiner Form stets erhalten. Wenn Sie Ihr Foto auf Leinwand drucken lassen wollen und dabei gern Sondergrößen über 160 x 120 cm wünschen, können Sie das gern bei www.Leinwandfoto.de mit einer kurzen Mitteilung veranlassen. Der Druckshop wird sich dann darum kümmern.

Einen weiteren Vorteil hat ein Bild auf Leinwand noch. Es benötigt keinen sichtbaren Rahmen. Ein Leinwandbild hat einen innen liegenden Holzkeilrahmen. Dieser verschwindet unter der Künstlerleinwand und ist später nicht mehr zu sehen. Es ist auch möglich später Zierrahmen anzubringen, jedoch können Sie Ihre Fotoleinwand effektvoll in Szene setzen, indem Sie einfach auch den Rand von Ihrem Bild auf Leinwand drucken lassen. Damit erreichen Sie einen hervorragenden Tiefeneffekt. Zuletzt wäre zu erwähnen, dass ein Leinwandbild so versiegelt wird, dass es wasserfest und jederzeit abwischbar ist. Auf diese Weise verstaubt Ihr schönstes Bild auf Leinwand wirklich nie mehr. Also nicht lange warten, machen Sie ein tolles Geschenk aus Ihrem Bild und bringen Sie Ihr Foto auf Leinwand.

Unterschiedlichste Dekoration

Jegliche Dekoration dient zur Ausschmückung von Räumlichkeiten oder Gegenständen. Viele schön und stilvoll eingerichtete Räume werden erst durch die individuelle Dekoration wohnlich und behaglich. Neben den bekannten Zimmerpflanzen und Blumensträußen gibt es aus den Bereichen Kunsthandwerk und Kunst vielfältige Arten von Dekoration.

Holzdekoration, wie Baumbehänge, Mobiles, Windspiele oder einfaches Astwerk sorgen im Wohnbereich für eine Verbindung zu den eigenen Wurzeln – durch dieses natürliche Material in Verbindung mit der mit der Maserung ausgestrahlten Wärme und Behaglichkeit fühlt man sich im so ausgeschmückten Raum sehr wohl.

Auch individuelle Figuren aus Metall können Zimmern und Räumlichkeiten eine sehr ansprechende Note verleihen. So gibt es die unterschiedlichsten Interpretationen von Berufen, Sport und Hobby, Fahrzeugen und Accessoires in kleinen stilisierten Schraubenmännchen, die sehr schnell für jede Person eine passende Figur finden lassen.

Als weitere Dekorationsvarianten können dreidimensionale Bilder und Masken die Wände in Wohn- oder Arbeitsbereichen verschönern. Handwerklich hergestellte Masken oder auf Holz strukturierte Lederbilder entstehen in der so genannten Reliefmalerei und erzeugen auf ganz filigrane Weise räumlichen Eindruck.

Natürlich darf auch die klassische Malerei als Wanddekoration nicht fehlen. Bilder auf Leinwand mit Ölfarben gebannt, Aquarelle oder sogar Sprühfarben – der Gestaltungsvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. An einem selber gemalten Bild kann man sich mitunter mehr freuen als an jeglichem gekauften Objekt.

Auch Fotografien aus alten Zeiten können den eigenen Wohn- oder Arbeitsbereich auf angenehme Art und Weise dekorieren. Schnappschüsse oder Erinnerungen an durchlebte Abschnitte sind Hinweis, Erinnerung und Anregung zugleich und bringen Farbe an eine kahle Wand.

Weitere Varianten ungezählter Dekorationsvarianten sind natürlich Kunstdrucke, Accessoires oder kleine Gefäße zu Sammeln.

Kunst und Kunsthandwerk

Das Kunsthandwerk stellt einen Grenzbereich zwischen der hohen Kunst und dem Handwerk dar. Während im Kunsthandwerk der Schwerpunkt mehr auf der qualitativ hochwertigen Handfertigung von Produkten liegt, interpretiert die Kunst viel freier die unterschiedlichsten Symbole.

Während der Kunsthandwerker sich eher als Handwerker betrachtet, der sich auf einen Grenzbereich des jeweiligen Handwerks spezialisiert hat und besonderen Wert auf die hochwertige Verarbeitung und Dekoration seiner Erzeugnisse setzt, sieht sich der Künstler als Mensch mit besonderen gestalterischen und kreativen Fähigkeiten.

Während die Produkte des Kunsthandwerks objektiv bewertet werden können und dabei gestalterische und qualitative Merkmale wie Material, Oberflächengüte, Verarbeitung und Gebrauchsfähigkeit die Bewertungskriterien sein können kann wahre Kunst keinem Bewertungsschema unterworfen werden. Der letztendlich ausschlaggebende Grund liegt immer im Auge des Betrachters.

Beim Betrachten der Kunst geht es einerseits um das tatsächliche Aussehen des jeweiligen Kunstobjektes, viele entscheidender jedoch ist die Interpretation des Künstlers oder des Ansehenden. Wenn sich im Optimalfall die Interpretationen von Künstler und Kunstkenner angleichen und sich der Kenner mit dem Objekt absolut identifizieren kann, so ist er unter Umständen bereit, fast jeden Preis für dieses Kunstwerk zu bezahlen.

Auch wenn sich die Kosten des Materials und die Kosten für die aufgewendete Zeit auf einen sehr geringen Betrag belaufen können, so ist doch das Ergebnis des künstlerischen Schaffens, das Objekt mitsamt seiner Interpretation dem Käufer in Vielfaches wert.

Hat ein Künstler erst einmal einen bestimmten Ruf in der Szene erworben, so reißen sich die Kunstkenner und Sammler um jedes einzelne seiner Werke.

Den meisten Künstlern ist es nicht gegönnt, zu Lebzeiten zu derartiger Bekanntheit und Weltruhm zu gelangen, daher ist es nicht verwunderlich, dass einige der heutzutage bekanntesten Künstler und Maler in absoluter Armut und unvergleichlichem Elend lebten.

Glasmosaik in der Anfertigung

Schon im Altertum war die Technik der Mosaikmalerei als Wandmalerei bekannt. Dabei wurden durch Zusammenfügen von verschiedenfarbigen oder unterschiedlich geformten Teilen große Bilder oder Muster erstellt. Das Wort leitet sich aus dem Arabischen ab und bedeutet in seinem Ursprung „geschmückt“.

Die Technik des Zusammensetzens von verschiedenfarbigen Stücken unterschiedlicher Materialien wie Stein, Metall oder Holz wird als Musivische Technik bezeichnet.

Die ersten bekannten Mosaike fand man in einer Ausführung aus Kieseln. Sie werden ins vorchristliche Jahrhundert datiert und zeigen geometrische Muster.

Diese Kieselmosaiken bestehen aus sorgsam gewählten Kieselsteinen, wobei hauptsächlich Schachbrettmuster in den dominierenden Farben schwarz und weiß angefertigt wurden.

Die erste Blüte erlebte das Mosaik ungefähr 200 Jahre nach der Zeitrechnung, als die Kiesel durch speziell zugeschnittene Steine ersetzt wurden. In dieser Zeit wurden riesige den Fußboden bedeckende Motive geschaffen.

Auch im römischen Reich fanden die Mosaike, jetzt schon als Glasmosaik, eine weite Verbreitung. Fußböden und Wände von Häusern der gehobenen Schichten wurden mit Mosaiken dekoriert, wobei meist geometrische Formen dominierten.

Die Kunst der Mosaike wurde vor allem im Byzantinischen Reich vervollkommnet, bekannte antike Mosaike sind im italienischen Ravenna zu finden.

Auch in Deutschland existieren noch erhaltene Mosaiken, die aus der römischen Besatzerzeit stammen. 1941 wurde bei Schachtarbeiten in Köln das Dionysos-Mosaik gefunden, das wohl bekannteste Mosaik in Deutschland. Über ihm wurde das Römisch-Germanische Museum errichtet.

Heutzutage werden Mosaike meist industriell vorgefertigt und auf Netzen oder Papier ausgeliefert. Diese vorgefertigten Tafeln sind als Glasmosaik, Natursteinmosaik oder Keramikmosaik erhältlich. Ab einer Seitenlänge von weniger als 10 cm werden Flächenplatten als Mosaik bezeichnet, die darüber liegenden Größen werden von Deutschen Institut für Normung als Fliesen bezeichnet. Ab 30 cm soll die Bezeichnung Platten verwendet werden.

Im kunsthandwerklichen Bereich gewinnt das Mosaik für die individuelle Umsetzung von Wandbildern oder Tischplatten wieder zunehmend an Bedeutung. Viele Materialien wie Glas, Keramik, Ton oder Marmor werden verwendet.

Fliesen in Herstellung

Fliesen sind künstlich hergestellte Platten aus Keramik unterschiedlicher Größen, die hauptsächlich als Wandverkleidung und Bodenbelag verwendet werden.

Die Anfänge der Keramik wurden schon vor Millionen von Jahren gelegt, indem Ton aus Verwitterungsprodukten entstand. Seine Zusammensetzung, die Aufbereitung und das Brennen bestimmen die Farbe des Scherbens vor dem Glasieren.

Vor über 10.000 Jahren entstanden die ersten Gefäße aus gebranntem Ton im Nil-Delta – also liegen dort die Wurzeln der keramischen Behältnisse.

Im europäischen Raum wurden als erstes Gebrauchskeramiken aus rotem Ton und Dachziegel aus demselben Material hergestellt.

Erst viel später wurden Fliesen als dekorativer Wandbelag hergestellt. Die Handelswege der Italiener, Spanier und Holländer verbreiteten die Keramik in Europa.

Mit dem Siegeszug der Fliesen in Europa, erblühten viele Handwerksbetriebe in den Niederlanden, deren heute noch bekannten Motive von blauen Blumen auf weißem Untergrund so begehrt waren, dass sie schon im Mittelalter bis nach Portugal exportiert wurden.

Im Zuge der Industrialisierung und dem langsamen Niedergang der handwerklichen Betriebe, wurde auch das Handwerk der Fliesenmaler immer mehr zurückgedrängt. Riesige Fabriken zur Herstellung von günstigen Wand- und Bodenfliesen entstanden, die Motive wurden in Serie auf die Fliesen gedruckt – dafür wurden immer neue Verfahren entwickelt und geschützt. Auch das Brennen wurde durch große automatische Brennkammern immer weiter perfektioniert.

In der heutigen Zeit erleben einige Fliesenmaler, die es geschafft haben, ihr Handwerk zu bewahren eine Renaissance. So geht der Trend immer mehr weg von industrieller Massenfertigung hin zum individuellen Einzelstück

Fadengrafik als Kunst

Als Fadengrafik wird eine Technik bezeichnet, bei der dünne Fäden auf Papier oder Karton gespannt und zu geometrischen Objekten oder ganzen Bildern zusammengesetzt werden.

Schon im frühen Alter lernt man in Bastelkursen in der Schule oder in fakultativen Arbeitgemeinschaften, wie man ohne Spezialwerkzeug, nur mit Nadel, Faden und sehr viel Geduld ein kleines Kunstwerk selbst herstellen kann.

Als Vorbereitung für die Erstellung einer Fadengrafik kann man sich ein Muster aus vielen schon existierenden Stichvorlagen aussuchen. Dieses Muster wird dann mittels Blaupapier auf das zu verzierende Stück Papier übertragen. Nun werden die verschiedenfarbigen Garne und Fäden bereitgelegt und es kann begonnen werden, die Muster systematisch abzuarbeiten.

Dabei wird ein etwa ein Meter langer Faden am Ende mit einem Knoten versehen, damit der Faden nicht durch das mit der Nadel gestochene Loch rutscht. Die Nadel wird ständig von der Vorderseite auf die Rückseite geführt, so entstehen die geometrischen Muster immer wieder neu. Ist der Faden zu Ende oder soll ein andersfarbiges Garn verwendet werden, muss das Ende des Fadens auf der Rückseite des Motivs fest verknotet werden.

Ist die Fadengrafik fertig gestellt, so wird das Motiv mit der Rückweite auf ein anderes Papier aufgeklebt – so verschwinden die wenig ästhetischen Verknotungen und unansehnlichen Anfängen und es bleibt nur ein graziles Fadengebilde von großer Leichtigkeit und künstlerischem Wert erhalten.

Eine Fadengrafik eignet sich hervorragend zum Basteln von Dekorationskarten und persönlichen Glückwünschen, da man problemlos individuelle Schriftzüge und Muster umsetzen kann.

Mit einem hübschen Passepartout versehen, haben schon viele Kinder ihre Eltern mit einer selbst hergestellten Fadengrafik überrascht.

Großformatige Fadengrafiken kann man bei dem einzusetzenden Arbeitsaufwand und dem benötigten handwerklichen Geschick schon in den Bereich Kunsthandwerk einordnen.

Gedankenaustausch im Internet

Ein Forum im Internet offeriert die Möglichkeit, sich mit Menschen gleicher Interessen über die tagesaktuellen und vergangenen Themen zu unterhalten. Mittlerweile existieren in der umfangreichen virtuellen Welt Foren zu fast jedem Themengebiet.

In Fan-Foren treffen sich die Fans berühmter Stars und werten alle Aktionen der bekannten Persönlichkeit bis ins kleinste Detail aus, kein Auftritt an der Öffentlichkeit, kein peinliches Detail und keine Äußerung bleibt unkommentiert. In Sport-Foren wird über Techniken, Trainingsmethoden und Erfolgsaussichten bestimmter Mannschaften heiß diskutiert. Ein Kunstforum gibt Gelegenheit, sich über Skulpturen, berühmte Ölgemälde oder Kunstaktionen auszutauschen.

Ein Forum ist für Interessierte oftmals die Gelegenheit, seinen persönlichen Horizont zu erweitern und Wissenslücken zu schließen, ohne große räumliche Distanzen überwinden zu müssen. Jedoch muss man sich im Klaren darüber sein, dass jeder Mensch seine Meinung in einem solchen Forum veröffentlichen darf – so werden die Inhalte der dort getroffenen Aussagen nicht geprüft und sollten keinesfalls ohne ausführliche Buchrecherche für wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden.

Ein großes Problem in vielen Foren sind Einträge von Spammern, die sich durch Einträge von Links in einzelnen Beiträgen und Kommentaren Verbesserungen für Traffic und Ranking ihrer eigenen Seite erhoffen. Dass sie damit vielen Foren-Betreibern viel Arbeit beim Löschen der meist überflüssigen Beiträge machen und die meiste frei erhältlichen Forensoftware von vornherein schon auf eine Nichtverfolgung der Links eingestellt ist, wissen die meisten von ihnen nicht. Für den Inhalt der Diskussion sind diese Kommentare meist völlig nutzlos.

Aus hoch frequentierten Foren zum Thema Dating und Single haben sich verschiedene Single-Börsen gegründet, die erweiterte Funktionen gegen die Zahlung eines monatlichen Beitrages anbieten.

Herstellungsvarianten von Spielfiguren

Beim Ansehen einer kleinen Spielfigur kann man oft nicht einschätzen, welch langer Weg von der ursprünglichen Idee zu einem neuen Spiel bis hin zum käuflich erwerbbaren Gesellschaftsspiel zu begehen ist.

Viele Hersteller von Spielfiguren kooperieren mit kreativen Köpfen aus der Kunst, die zunächst am Zeichenbrett oder auch am Computer Entwürfe ausfertigen. Schon in der Entwurfsphase müssen die produktionstechnischen Möglichkeiten Berücksichtigung finden, da die Fertigung natürlich in Serie und möglichst kostengünstig abgearbeitet werden soll.

Je nach der Art der künftigen Spielfigur gibt es verschiedene Varianten für deren Herstellung. Spielfiguren für Brettspiele werden zumeist rotationssymmetrisch und in Holz ausgeführt – das hat den Vorteil, dass die Spielfigur aus allen Blickwinkeln und von allen Mitspielern identisch aussieht. Der viel wichtigere Aspekt ist aber, dass solche Figuren in kleinen und großen Serien auf einem Drechselautomaten maschinell hergestellt werden können und somit extrem günstig sind. Nach der Fertigung ist es möglich, diesen Figuren durch Einfärben in der Trommel individuelle Farben – je nach Anzahl der gewünschten Mitspieler – zu geben.

Die nächste Stufe ist das Montieren detailreicherer Figuren aus vielen einzelnen ebenfalls rotationssymmetrischen Elementen. Die Fertigung der Einzelteile ist sehr günstig, der Hauptteil von den anfallenden Kosten wird durch das handwerkliche Zusammensetzen der einzelnen Teile anfallen. Grade im erzgebirgischen Raum haben sich viele Hersteller von Spielfiguren auf solche gedrechselten zusammengesetzten Miniaturen spezialisiert.

Für die Fertigung von aufwendigen Spielfiguren ist es nötig, einen Prototypen in handwerklicher Fertigung zu bauen. Dieses Einzelstück wird entweder aus Holz oder Gips geschnitzt oder aus einem plastischen Material modelliert. Einzelheiten, wie Gesichtszüge und Extremitäten sind dabei kein Problem und werden durch den Bildhauer integriert.

Nach der Fertigstellung des Musterstückes können eine oder gleich mehrere Formen angefertigt werden, die dann im Spritzgussverfahren maschinell mit einer genau berechneten Materialmenge gefüllt werden und nach dem Aushärten ohne Qualitätsverluste so aussehen, wie der Prototyp. Nach dem Hartwerden können diese Figuren entweder auch im Trommelverfahren eingefärbt oder von Hand bemalt werden. Viele Hersteller entscheiden sich bei großen Serien für diese etwas aufwändigere Variante.

Die Veränderung des Kunstbegriffes

Seitdem sich Menschen mit Malerei und der Gestaltung von Skulpturen beschäftigen, wird versucht, den Begriff Kunst zu definieren. Viele namhafte Dichter, Denker, Priester und Philosophen entwickelten ihre eigenen Theorien und Deutungen zu diesem Thema.

Im Wandel der Zeit entwickelten sich nicht nur Techniken und Formen dieser Kunst, auch die Deutungen veränderten sich mit der Art der künstlerischen Objekte.

In seinem berühmten Zitat erklärte Pablo Picasso 1923 zu dieser Thematik: „Kunst heißt dasjenige an Objekten, Ereignissen, Geschehen oder Gestaltungen, das unser sinnlich-geistiges Werterleben erregt. Wir alle wissen, dass Kunst nicht die Wahrheit ist. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die Wahrheit, die wir als Menschen begreifen können.“

Er begreift also die Kunst als ein Fenster, welches den geistigen Horizont der Menschen erweitert und der Monotonie des täglichen Lebens einen Sinnhaftigkeit gibt.

In der heutigen Zeit wird der Oberbegriff Kunst für viele Teilbereiche im Leben genutzt. Nicht nur die bildende Kunst mit Malerei, Plastik und Skulptur, die darstellende Kunst im Schauspiel und Theater sind tragende Säulen. Auch die Tonkunst – also die Musik ist eine wichtige Säule der Kunst.

Mittlerweile wird der Begriff Kunst sogar ins Negative verzerrt. Durch illegale Graffiti-Sprayer, die öffentliche Gebäude mit Schmierereien verschandeln, Aktionskünstler, die mir peinlichem Auftreten in der Öffentlichkeit Aufsehen erregen wollen oder monströse Stahlobjekte bekommt der Begriff des Künstlers eine sehr negative Anhaftung, die auf Dauer der Kunst nur schädlich sein kann. Auch Lebemänner und Schmarotzer, die auf Kosten der öffentlichen Gesellschaft existieren, werden so oft als Künstler bezeichnet und erzeugen so eine unterschwellige Negativität zum Kunstbegriff.

Heutzutage kann sich der Künstler nicht mehr allein durch seine Kunst etablieren, die Vermarktung seiner Leistungen über verschiedene Produkte bedingt letztendlich den Bekanntheitsgrad. Die Schnittstelle dafür bildet das Produktdesign. So können Spielfiguren, die nach den Vorstellungen eines Künstlers angefertigt werden, millionenfach reproduziert werden. Mit dieser Symbiose profitiert der Künstler von der großen Auflage und der Steigerung des Bekanntheitsgrades seines Namens, der Hersteller des Spiels profitiert von der Unverwechselbarkeit und dem Wiedererkennungswert und somit vom Verkaufserfolg seines Spieles.