Kurznachrichtendienst Twitter immer mehr gefragt

Einige Online-Ausgaben von großen Zeitungen wie beispielsweise FOCUS-Online bieten ihre Schlagzeilen und Nachrichten auch über den inzwischen recht populären Dienst Twitter an. Twitter? Noch nie gehört? – Bei Twitter handelt es es sich um einen Mikro-Blogging-Dienst und ein soziales Netzwerk. Die dort registrierten User können per Twitter SMS-ähnliche Textnachrichten, sogenannte “Tweets” mit maximal 140 Zeichen, über verschiedene Services versenden. Die in diesem System verfassten Nachrichten werden an die Benutzer gesendet, die sich für einen bestimmten Autor, einen speziellen Themenbereich oder eine Gruppe angemeldet haben. Die Nachrichtentexte werden ähnlich wie ein Blog in das System eingetragen, der Verfasser kann dann wählen, ob er die Nachricht nur einer bestimmten Gruppe oder allen Nutzern zugänglich machen will. Bei Twitter stehen dem Nutzer Kommunikations-Systeme wie IM (Google Talk, Live Journal und Jabber), SMS und auch Eingabemethoden der Twitter-Homepage (RSS) zur Verfügung. Damit wird Twitter eine Alternative zu den schon verbreiteten RSS-Feeds und Mailinglisten. Für viele Benutzer hat Twitter den Reiz, dass sie keine langen Listen mit E-Mail-Adressen führen müssen, sondern einfach ihren kurzen Text eingeben können und sofort steht die Nachricht allen registrierten Adressaten zur Verfügung. Die Twitter-Nachrichten können durch Suchfunktionen gefunden werden. Vielen E-Mail-Geschädigten und von langen Texten genervten Lesern wird vielleicht besonders die Kürze der Twitter-Nachrichten gefallen: Sie sind maximal 140 Zeichen lang. Die Software Twhirl bietet den Twitter-Nutzern einen interessanten Service, da sie mithilfe dieses Programms nicht extra auf die Seite von www.twitter.com gehen müssen, sondern direkt “Twittern” können. Twhirl beinhaltet auch die Möglichkeit, dass gleich mehrere Konten verwalten werden können.

Nachdem Twitter von einigen Internet-Nutzern zunächst kritisch als neues “Bla-Bla-Blog-Medium” gesehen wurde, hat sich Twitter inzwischen zu einem ernst zunehmenden und respektablen Dienst entwickelt. Durch den Erfolg konnte Twitter mit Jeff Bezos und Bijan Sabet inzwischen zwei sehr renommierte Investoren finden. Während Sabet mit Spark Capital bei Twitter einstieg, übernimmt der Amazon-Gründer Bezos (ist mit seinem Fonds Bezos Exepeditions bei Twitter aktiv) auch einen Sitz im Board of Directors bei Twitter.

Ein wesentliches Ziel der Twitter-Betreiber ist es, Twitter als globales Kommunikations-Medium langfristig zu etablieren. Zur Zeit zeigt Twitter aber auch noch Schwächen: Der Service war bereits einige Male nicht erreichbar, da er wegen Überlastung bei aktuellen Ereignissen wiederholt zusammenbrach. So tauchte bei diesen Situationen die Info “Kapazität überschritten” auf der Twitter-Seite auf. Die Betreiber arbeiten nach eigener Auskunft intensiv daran, ihr System auszubauen und hier zu verbessern.

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