Harte Kontaktlinsen wurden ursprünglich aus Glas, dann aus Plexiglas, hergestellt, weshalb sie die Bezeichnung „harte Kontaktlinsen“ erhielten. Heutzutage wird diese Art der Haftschalen, wie Kontaktlinsen auch genannt werden, aus sauerstoffdurchlässigem Kunststoff mit einer gewissen Flexibilität hergestellt. Die korrekte Bezeichnung ist heute „formstabile Kontaktlinse“.
Diese formstabilen Kontaktlinsen haben üblicherweise einen Durchmesser von 8 bis 10 Millimeter. Das bedeutet, dass die Linsen kleiner sind als die sichtbare Augenoberfläche und sich optisch davon abheben. Es kann also Jeder sehen, dass man solche Kontaktlinsen trägt. Die formstabilen beziehungsweise harten Kontaktlinsen liegen nicht direkt auf der Augenoberfläche auf, sondern schwimmen in der Tränenflüssigkeit. Die Verletzungsgefahr für das Auge ist also relativ gering. Aufgrund der modernen Materialien, die Sauerstoff und Nährstoffe gut passieren lassen, ist die Versorgung des Auges gegenüber den älteren Modellen erheblich verbessert worden, so dass bei richtigem Tragen und Reinigen eine Unterversorgung des Auges praktisch ausgeschlossen werden kann. Komplizierte Formen von Fehlsichtigkeit sind mit formstabilen Kontaktlinsen besser korrigierbar als mit weichen Linsen. Nachteilig ist bei den formstabilen Linsen, dass relativ leicht Fremdkörper wie Staubpartikel oder Sandkörnchen unter die Linse geraten können.
Wie der Name „weiche Kontaktlinsen“ schon sagt, sind diese flexibel, wodurch sie sich der individuellen Form der Hornhaut gut anpassen können. Mit einem Durchmesser von 12 bis 16 Millimeter sind sie größer als die harten Linsen. Da dadurch der Rand der Linse unter dem Rand des Augenlids verborgen ist, kann man nicht erkennen, ob jemand solche Linsen trägt. Weiche Kontaktlinsen haften fester auf der Oberfläche des Auges und man verliert sie deshalb nicht so leicht, und außerdem werden sie nicht in dem Maße wie harte Linsen als Fremdkörper im Auge empfunden. Für das Auge bedeuten sie allerdings eine größeres Schädigungsrisiko durch Sauerstoff- und Nährstoffmangel und durch eindringende Schadstoffe dar. Auch hier schreitet die Entwicklung verbesserter Materialien voran, so dass besonders die Gefahr der Unterversorgung des Auges stark vermindert wurde. So ist es möglich, dass weiche Kontaktlinsen über längere Zeit – bis zu mehreren Tagen am Stück – getragen werden können. Augenärzte raten allerdings trotzdem davon ab.