Manche Depressionskranke fühlen sich schon sehr viel leichter, wenn sie endlich einmal auf einen Menschen treffen, dem sie ihre Symptome schildern können, bei dem sie einfach nur mal weinen dürfen. Wichtig ist, dass dieser Mensch dann zuhört, Verständnis zeigt, Mut zuspricht, eventuell auch hilft, gewisse Dinge, die Dinge, die bei dem Erkrankten in Schieflage sind, gemeinsam mit ihm vielleicht wieder in Ordnung zu bringen. Das gilt allerdings nur für vorübergehende Depressionen, die durch einen Tiefschlag ausgelöst wurden, mit dem der Betroffene fertig werden musste. Er muss spüren, dass da noch jemand ist, der sagt: Wein dich aus. Erzähle mir alles. Ich helfe dir. Du bist nicht alleine, ich bin für dich da. Das gilt jedoch nur für Fälle von vorübergehender Depression. Ein Laie kann selbstverständlich die Form einer Depression nicht erkennen. Wenn man also feststellt, dass Verständnis, aktive Hilfe, Zuhören und für den Erkrankten Menschen nicht hilft, muss man von einer schwerwiegenden Depression ausgehen. Es ist wichtig, dass der Erkrankte ärztlich behandelt wird. Der Arzt kann eventuell ein leichtes Schlafmittel verschreiben, damit der Erkrankte endlich mal wieder schlafen kann. Oftmals sieht die Welt wieder etwas fröhlicher aus, wenn der Schlafrhythmus sich wieder einpendelt. Und wenn das auch nicht hilft, bekommt der Erkrankte eine Überweisung zu einem Therapeuten. In einigen Fällen müssen Depressionen dringend therapiert werden, zum Beispiel wenn die Auslöser unbekannt sind und die Wurzel allen Übels vielleicht in der Kindheit begraben liegen – und das kann nur ein erfahrener Psychologe beurteilen. Wichtig ist auch, dass der Patient sofort die Last von seinen Schultern genommen bekommt, wenn feststeht, was der Auslöser ist. Liegt das Problem zum Beispiel im Mobbing am Arbeitsplatz begründet, muss er dort herausgezogen werden. Ist eine schwierige Beziehung der Auslöser, muss man dem Erkrankten helfen, sich daraus zu lösen. Der Erkrankte darf nicht mit seinem Problem allein gelassen werden, er muss Menschen haben, die ihn begleiten, unterstützen, bei denen er sich ausweinen darf, Menschen die ihn motivieren, statt ihm Vorwürfe zu machen. Viel Entspannung und Ruhe sind ebenso wichtig wie eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, aber auch viel Bewegung im Tageslicht an der frischen Luft. In besonders schweren Fällen verschreiben Ärzte auch Stimmungsaufheller, die zumindest helfen, die schlimmsten Zustände etwas zu regulieren. Eine Besserung tritt nach und ein, wenn die nötige Hilfe erfolgt.