Die SMS ist heute gesellschaftsfähig. Dabei gibt es sie erst seit knapp 16 Jahren. Im Dezember 1992 wurde die erste SMS von einem PC aus ins britische Vodafone Netz an ein Mobiltelefon versandt. Die Europäer haben sich dabei binnen eines Jahrzehnts zu wahren SMS-Weltmeistern entwickelt. 2003 waren es 16 Milliarden Kurzmitteilungen, die auf diese Art versandt wurden. Damit war aber keineswegs der Höhepunkt ihrer Beliebtheit erreicht. Im Jahr 2006 wurden nämlich alleine in Deutschland 22,4 Milliarden dieser Kurzmitteilungen versandt. Hochkonjunktur sozusagen hat die SMS dabei insbesondere, wenn es darum geht, zu den kirchlichen Feiertagen entsprechende Grüße und Wünsche zu versenden, also zu Weihnachten, Neujahr, Ostern und Pfingsten. Aber auch andere besondere Anlässe, wie Muttertag, ein Jubiläum, oder ein Geburtstag sind es, wo man gerne eine SMS “absetzt”, anstelle zum Hörer zu greifen und dies persönlich zu tun. Aber auch aus dem Urlaub grüßt man gerne mittels SMS. Im Gegensatz zu einem persönlichen Anruf erscheint die SMS auf den ersten Blick etwas unpersönlich. Es ist aber so, dass auch zu besonderen Anlässen heute die SMS auch durchaus toleriert wird und man sich über diese genauso freut, wie über einen persönlichen Anruf. Etabliert hat sich die SMS, wie auch das Handy, dabei nämlich auch Generationen übergreifend.