Die Gastronomie gehört zu den Wunschbranchen, die von vielen Gründern angestrebt wird. Die eigene Kneipe, eine coole Bar, ein tolles Restaurant oder der Betrieb eines Clubs; davon träumt so mancher, der über eine Existenzgründung nachdenkt. Wenn es dann an die konkrete Vorbereitung einer Existenzgründung geht, zeigt sich allerdings oft, dass die Sache gar nicht so einfach ist, wie manch einer ursprünglich vermutet hat.
Die Finanzierung eines Gründungsvorhabens in der Gastronomie ist nicht einfach. Entgegen aller Unkenrufe, man könne bei Banken mit Gastronomiekonzepten nicht punkten, bekommen Existenzgründer mit einem guten und griffigen Konzept jedoch immer wieder auch Kredite bzw. Förderkredite. Es ist also nicht unmöglich und im wesentlichen sind zwei Aspekte relevant:
Sie müssen ein gutes Gründungskonzept vorlegen. Dieses Gründungskonzept muss sich in einem professionellen Businessplan ausdrücken. Ihre Geschäftsidee, die im Businessplan beschrieben wird, muss auf jeden Fall Erfolge erwarten lassen. Wer nicht zum Ausdruck bringen kann, welche Besonderheiten die geplante Gastronomie aufweisen soll und wie sich das Geschäftsmodell gegenüber den zahlreichen Wettbewerbern abheben soll, der hat kaum eine Chance. Eine Beschreibung, aus der zu entnehmen ist, dass Sie ein Cafe eröffnen wollen, in dem es Heissgetränke, Erfrischungsgetränke und Kuchen geben soll, ist deutlich zu wenig. Schliesslich ist anzunehmen, dass dies das Standardprogramm in einem Cafe ist. Beschreiben Sie Ihre Geschäftsidee also mit den notwendigen Abgrenzungskriterien. Sie könnten beispielsweise ein Schwarzwaldcafe eröffnen, mit Hirschgeweihen an der Wand, mit Schwarzwälder-Kirschtorte und anderen Produkten, die aus der Region kommen. Damit schaffen Sie klare Abgrenzungskriterien und etwas Besonderes. Selbstverständlich müssen auch alle anderen Angaben in Ihrem Businessplan zu Ihrer Geschäftsidee passen.
Sie sollten die richtige Person für die vorher beschriebene Existenzgründung sein. Ihr Businessplan sollte erkennen lassen, dass Sie Branchenkenntnisse oder -erfahrungen mitbringen. Wenn Sie keine Branchenerfahrung haben, sollten Sie nach einem Job Ausschau halten, in dem Sie etwas Erfahrung sammeln können. Ihre Persönlichkeit sollte ausserdem erkennen lassen, dass Sie Eigenschaften wie Durchhaltevermögen, Kritikfähigkeit, Flexibilität, Einsatzbereitschaft, Lernfähigkeit und mehr mitbringen und auch richtig einsetzen können. Im Idealfall haben Sie schoneinmal mitgeholfen, einen Gastronomiebetrieb aufzubauen oder haben Erfahrung in der Führung von Mitarbeitern. Hilfreich ist auch eine gute Basis an betriebswirtschaftlichem Know-How. Dies können Sie sich beispielsweise durch die Teilnahme an Seminaren verschaffen. Unterlagen zu Ihrem Lebenslauf und Unterlagen, die Ihren Lebenslauf belegen, sollten Sie im Businessplan im Anhang unterbringen. Im laufenden Text im Businessplan sollten Sie einen Abschnitt über sich selbst einbringen, der mehr einem Bewerbungsschreiben auf eine Festanstellung ähnelt. In diesem Text sollten Sie auch erwähnen, welche Schwachpunkte Sie haben; schliesslich ist niemand perfekt; auch nicht im Rahmen einer Existengründung.
Haben Sie eine gute Gründungsidee und Ihren Businessplan ausgearbeitet, sollten Sie Ihren Businessplan zunächst durch eine fachkundige Person prüfen lassen. Wer eine Bankenfinanzierung anstrebt, hat meist nur einen Versuch – der Businessplan muss also richtig gut werden. Da dies ohne Erfahrung nur sehr schwer möglich ist, ist es in jedem Falle empfehlenswert, sich hierbei Unterstützung zu holen. Ist der Businessplan dann perfekt, können Sie auf eine Finanzierung hoffen und dann bald loslegen und Ihre Träume in Sachen Existenzgründung realisieren.