Oberflächennahe Erdwärme energetisch nutzen

Erdwärme ist eine unerschöpfliche energetische Ressource. Sie wird auch als geothermische Energie bezeichnet, bei ihrer technischen Nutzung durch den Menschen spricht man kurz von Geothermie.
Erdwärme entsteht permanent durch die im Erdinneren vor sich gehenden chemisch-physikalischen Prozesse; sie wird freigesetzt beim Zerfall radioaktiver Isotope im flüssigen Erdkern.
Wie die Sonnenenergie (Solarenergie) ist die Erdwärme eine Energiequelle mit grundsätzlich unbeschränkter „Lieferfähigkeit“. Beide Energiequellen sind emissionsfrei nutzbar. Ein Vorteil der Erdwärme gegenüber der Solarenergie ist jedoch, dass die Erdwärme – als einzige der erneuerbaren Energien – ganzjährig und überall auf der Erdoberfläche verfügbar ist. Aufgrund dieser unbegrenzten Verfügbarkeit ist es naheliegend, dass einst in der Zukunft die Geothermie der Hauptlieferant von erneuerbarer Energie auf der gesamten Erde sein wird.In Deutschland steigt das Interesse an privater Energiegewinnung aus oberflächennaher Erdwärme von Jahr zu Jahr. So meldete die Wärmepumpenbranche insgesamt rd.
51 000 verkaufte Wärmepumpen in den Jahren 2006 und 2007 (eine Wärmepumpe ist sozusagen das technische Kernstück der geothermischen Energiegewinnung). Mit Beginn des Jahres 2008 können Bauherren in Deutschland diesbezüglich Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm der Bundesregierung erhalten.

Spitzenreiter unter den deutschen Bundesländern ist das Land Nordrhein-Westfalen. Hier wurden 2007 in neuen Geothermieprojekten mehr als 8000 Wärmepumpen installiert; im gesamten Bundesgebiet entstanden rd. 45000 neu installierte Geothermie-Heizungsanlagen.

Hinterlasse eine Antwort