Unsere heutigen Komfort Ansprüche an die Heizung im Bad sind deutlich gestiegen. Wer will noch in seinem Badezimmer den alten Plattenheizkörper oder Stahlradiator, möglichst noch mit rostigen umgefalzten Kanten sehen. Diesen Trend zu mehr Komfort, vor allem aber auch zu mehr Design im Bad, haben die Hersteller der Badheizkörper mittlerweile erkannt.
Ein weiterer Faktor dabei ist auch die wirtschaftliche Öffnung durch die Europäische Union. Immer mehr edle Designer Schmieden für die Badausstattung drängen vor allem aus Italien auf den Markt, diese machen mit interessanten und innovativen Oberflächen für die Heizkörper Furore. Doch auch die deutschen Hersteller der Heizungstechnik schlafen nicht und haben mittlerweile schöne Flachheizkörper, mit angebautem Handtuchtrockner entwickelt, die über exklusive Oberflächen bis hin zu komplett verchromten Plattenheizkörpern gehen. Ein weiterer Trend sind Röhrenradiatoren mit weit auseinander liegenden Heizrohren, die dem Raum eine möglichst große Transparenz geben sollen.
Doch die Optik ist nur ein Faktor bei der Badbeheizung, durch die steigenden Energiepreise für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas, heißt es auch im Bad, wir müssen beim Verbrauch der Wärmeenergie sparen. Während bis vor wenigen Jahren, durch die schlechte Wärmedämmung der Gebäude und den damit verbundenen hohen Wärmebedarf auch in Räumen wie dem Bad, fast nur eine Beheizung über Heizkörper möglich war, ist es heute ohne weitere möglich den Wärmebedarf im Bad auch mit einer Flächenheizung, etwa der Fussbodenheizung zu decken. Die Vorteile einer Fussbodenheizung im Bad liegen klar auf der Hand. Die temperierte Bodenfläche vermittelt ein angenehmes Raumklima und sorgt dafür, dass Fußkälte vermieden wird. Durch den Selbstregelungseffekt der Fussbodenheizung werden unnötige Wärmverluste durch Übertemperaturen vermieden. Da Flächenheizungen nur geringe Vorlauftemperaturen benötigen, können sie problemlos auch in das Wärmenetz einer Solaranlage eingebunden werden. Über entsprechende hydraulische Schaltungen kann auf den Betrieb der eigentlichen Heizung im Sommer verzichtet werden und die Wärmeversorgung für das Bad erfolgt an kalten Tagen ausschließlich über die Fussbodenheizung in Kombination mit der Solaranlage. Der Badheizkörper selber wird in diesem Fall über die integrierte elektrische Heizpatrone beheizt und kann bei Bedarf so schnell eingeschaltet werden um das eigen Handtuch vorzuwärmen.