Aus rein optischen Gesichtspunkten werden Laien das Saxophon nur schwer den Holzblasinstrumenten zuordnen, schließlich besteht sein Korpus vollständig aus Metall. Für die Zugehörigkeit des Saxophons zu den Holzblasinstrumenten sind tatsächlich nur feine Saxophon Blätter verantwortlich, welche der Tonerzeugung des Instrumentes dienen. Ähnlich der Anblastechnik bei der Klarinette wird auch beim Saxophon so der Ton durch ein Schnabelmundstück in Verbindung mit einem Rohrblatt erzeugt. Zusätzlich verfügt das Saxophon jedoch noch über eine Klappenmechanik, welche in ihrer Funktion grob der Flöte ähnelt. Die Ähnlichkeit mit der Klarinette ist beim Saxophon ganz gut heraus zu hören, wobei sich aber lediglich die hohen Töne in gewisser Weise ähnlich sind – insgesamt klingt das Saxophon jedoch weitaus kräftiger in seiner Tonlage. Saxophone niedriger Tonlagen sind zudem durch einen sehr rauchigen Sound geprägt, was sie schnell im Bereich des Jazz und Blues zu den führenden Instrumenten machte.
Das Saxophon wird heute als Alt, Sopran und Tenor als Melodieinstrument verwendet während die größeren Formen ab Bariton in der Regel als Taktgeber bzw. Bassinstrumente eingesetzt werden. In der klassischen Orchestermusik konnte sich das Saxophon nie behaupten – bereits die Musiker zu Zeiten von Adolphe Sax, dem Erfinder, lehnten den Einsatz in ihren Orchestern strikt ab. In der Militär- und Marschmusik etablierte sich das Saxophon hingegen schnell und ist hier noch heute prägend. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts durfte das Instrument erstmals solo eine Hauptrolle spielen – im Jazz fand es endlich sein Musikgenre. Seither ist das Saxophon aus der Musikwelt nicht mehr weg zu denken – egal ob Jazz, Big Bands oder auch Popmusik.